Hypnose FAQ

Hypnose FAQ

Auf dieser Seite finden Sie interessante Informationen und Wissenswertes zum Thema Hypnose. 

Die Hypnose ist ein Zustand zwischen dem Schlaf und dem Wachbewusstsein. In der Trance befindet man sich sowohl körperlich als auch geistig in einem tiefenentspannten Zustand. Man kann sich den Zustand vorstellen, wie eine vertiefte Alltagstrance, die wir alle kennen, z.B. indem man verträumt aus dem Fenster schaut, innerlich loslässt und das Bewusstsein etwas „weggedriftet“ ist. In der Regel wird als Unterscheidung zur Alltagstrance in der Hypnose eine höhere Trancetiefe erreicht, der Patient taucht also noch weiter ab in sein Unterbewusstsein. 

Die Hypnose bietet viele Vorteile gegenüber dem Wachzustand, die Raum für positive Veränderung und für das Nutzen zusätzlicher Ressourcen bietet. Das logische Denken rückt automatisch in den Hintergrund und die Vorstellungskraft, die Kreativität und die Suggestibilität erhöhen sich. Bei der Suggestibilität handelt es sich um die Bereitschaft, positive Empfehlungen, Vorstellungen und Bilder anzunehmen.

Zudem ist der Fokus in der Hypnose deutlich erhöht und auf das innere Erleben gerichtet. Äußere Reize können komplett ausgeblendet werden. Die Zeitwahnehmung ist verändert, beispielsweise können Situationen in Zeitlupe durchlaufen werden. Die Herz-Kreislauf-Aktivität und die Atmung werden ruhiger und langsamer und der Stresshormonspiegel verringert sich.

Menschen, die sich das erste Mal mit Hypnose beschäftigen, haben zum Teil ein wenig Angst vor Hypnose, da sie besorgt sind, willenlos oder manipulierbar zu sein. Die Showhypnose hat leider oft zu einem fehlerhaften Bild der Hypnose beigetragen.

Sie können beruhigt sein. Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden. Hypnose ist immer eine Kooperation zwischen dem Hypnotiseur und dem Hypnotisanden. Der Hypnotiseur leistet dem Klienten dabei Hilfestellung, einen Zugang zu seinem Unterbewusstsein zu bekommen, was ansonsten nur sehr schwer möglich ist. Somit können nachhaltige Veränderungs- sowie Heilungsprozesse in Gang gebracht werden.

Darüber hinaus schläft man in der Hypnose nicht und ist auch nicht bewusstlos, sondern die Aktivität des bewussten Verstandes wird nur reduziert. Somit ist auch die Befürchtung grundlos, dass man ungewollt Geheimnisse ausplaudert. In der Hypnose gehen wir nur die Themen an, die Sie behandeln möchten. Hypnotiseur und Hypnotisand können dabei ganz normal miteinander sprechen, was besonders wichtig ist, um Feedback  hinsichtlich Wahrnehmung und Gefühlszustand zu bekommen.

Hypnoanalyse

Die Hypnoanalyse ist eine Methode um die emotionalen Ursachen eines Problems ausfindig zu machen und aufzulösen. Jedes Erlebnis wird zusammen mit den damit verbundenen Emotionen im Unterbewusstsein abgespeichert. Diese Speicherung geschieht im Gehirn über ein Zusammenspiel von Hippocampus und Amygdala. Einschneidende Erlebnisse prägen sich besser ein, da sie mit wesentlich stärkeren (positiven oder negativen) Emotionen verbunden sind. Häufig ist zu beobachten, dass ein Grundkonflikt aus der Kindheit vorliegt, der auf der Gefühlsebene noch nicht verarbeitet wurde.

In der Hypnoanalyse wird der Hypnotisand dabei unterstützt, sich emotionalen Blockaden und Gefühlsverletzungen zu nähern und sich von ihnen zu befreien. Das funktioniert deshalb so gut, da in der Trance der Gefühlszugang intensiver ist und die Gefühlsverarbeitung nachhaltige Wirkung zeigt. Es findet häufig eine Abreaktion (z.B. Weinen) statt, in der die aufgestauten Gefühle sich freie Bahn machen. Durch diese Abreaktion kann man sich dauerhaft von negativen und störenden Gefühlen und Glaubenssätzen befreien.  

Suggestionshypnose

Bei der Suggestionshypnose gibt der Hypnotiseur dem Hypnotisanden nach der Herstellung des Trance-Zustandes Suggestionen, also Empfehlungen, Vorstellungen und Bilder, die positiven Einfluss auf das Unterbewusstsein haben. Wichtig dabei ist, dass Suggestionen immer nur Angebote darstellen, die vom Hypnotisanden individuell umgesetzt werden. Jeder Mensch entwickelt eigene innere Vorstellungen und Wahrnehmungen, die für ihn am Besten funktionieren.

Ein häufiges Anwendungsgebiet für die Suggestionshypnose ist das Ablegen von eingeschliffenen Verhaltensweisen oder das Erreichen von persönlichen Zielen im Beruf und im Sport, so dass verbesserte Leistungen ermöglicht werden können. Zudem wird die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen durch psoitive Suggestionen gestärkt.

Die Selbsthypnose dient dazu, den Effekt der Hypnosesitzungen noch weiter zu verstärken, da die bereits erreichten Erfolge weiter ausgebaut und vertieft werden können. Der Patient bekommt die Möglichkeit, an seinen Zielen selbständig weiterarbeiten und sie weiterzuentwickeln.

Schon im Wachzustand haben Autosuggestionen einen positiven Effekt auf viele Bereiche des Lebens. Allerdings müssen sie sehr oft und lange wiederholt werden, um ihre Wirkung zu entfalten. In der Trance ist dieser Effekt durch den erleichterten Zugriff auf das Unterbewusstsein um ein Vielfaches erhöht. Suggestionen werden wesentlich schneller aufgenommen und besser umgesetzt.

Die Selbsthypnose ist optimal für Visualisierungen, Regeneration, Entspannung und als Warm Up-Routine vor Wettkämpfen geeignet. Die Selbsthypnose kann am Besten durch die Anleitung von einem erfahrenen Hypnotiseur erlernt werden.

Glaubenssätze sind persönliche „Wahrheiten“, von denen wir selbst überzeugt sind. Diese haben maßgeblichen Einfluss auf unser zukünftiges Denken, Fühlen und Handeln. Glaubenssätze bilden sich aus prägenden Erfahrungen und Erlebnissen, sowie aus den Aussagen und dem Verhalten enger Bezugspersonen. Der ursprüngliche Nutzen von Glaubenssätzen für unser Leben besteht darin, auf Situationen schnell und angemessen reagieren zu können und unserem Verhalten Stabilität und Sicherheit zu verleihen.

Nicht selten stellen sie Verallgemeinerungen dar, die uns im negativen Fall in unserer Selbstbewertung, unserem Handeln und unserer Selbstwirksamkeit einschränken können. Ein negativer Glaubenssatz, der beispielsweise in der Kindheit entstehen kann ist „Das schaffe ich nie!“, wenn dem Kind kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten geschenkt wurde, sondern es häufig übermäßiger Kritik ausgesetzt war. Glaubenssätze werden tief im Unterbewusstsein abgespeichert und steuern unter der Oberfläche oft unmerklich viele Verhaltensweisen und Gedankenmuster. Überdies haben sie einen erheblichen Einfluss auf unser Gefühlserleben.
Durch belastende Glaubenssätze kann sich im späteren Leben eine pessimistische Erwartungshaltung entwickeln, die die Betroffenen daran hindert, ihre Wünsche und Ziele zu verwirklichen.

Es ist sehr schwierig, alleine mit dem bewussten Verstand eine Veränderung der Glaubenssätze und Gedankenmuster zu bewirken. Denn der Zugang zum Unterbewusstsein ist nicht ohne weiteres möglich und im Wachzustand wirken Selbstaffirmationen meist nicht ausreichend um eine nachhaltige Veränderung zu erzielen. Selbst wenn eine positivere Selbstwahrnehmung erreicht wird, ist dies ein anstrengender und langwieriger Prozess, da man nicht mit, sondern gegen sein Unterbewusstsein arbeitet. In der Hypnose ist es aufgrund des erleichterten Zugangs zum Unterbewusstsein und zu seinen Gefühlen wesentlich einfacher, sich von alten unerwünschten Glaubenssätzen zu befreien und neue Glaubenssätze, sowie alternative Betrachtungsweisen zu etablieren. Dieser natürliche Weg ist müheloser und effektiver und das Beste ist, dass die Änderung der Strukturen langfristig greift.

Als Altersregression bezeichnet man das Zurückführen in eine Situation oder ein Erlebnis aus einem früheren Lebensabschnitt. Wenn das Erlebte den Betroffenen in der Gegenwart immer noch belastet, wird es noch einmal erfahrbar gemacht und kann erneut durchlebt werden. Wichtig ist, dass die Situationen aus der Vergangenheit nicht von Gefühlen dissoziiert erinnert werden, sondern dass sie mit dem damaligen Gefühlserleben nachempfunden werden. Das ist deshalb so wichtig, da die mit dem Erlebnis verbundenen Gefühle mit Hilfe der Methoden der Hypnoanalyse bearbeitet und aufgelöst werden können.

 

Situationen können überdies aus der heutigen Perspektive auch anders eingeschätzt und bewertet werden (Reframing), so dass eine unangenehme Erfahrung in einem anderen Licht erscheint. Das Erfahrungswissen des Betroffenen wird also nachhaltig verändert um dadurch eine positive Entwicklung auf psychischer und emotionaler Ebene des Patienten zu erzielen.

 

Es kann auch vorkommen, dass eine spontane Altersregression in der Hypnose stattfindet, das heißt eine Altersregression die von alleine stattfindet, ohne dass der Hypnotiseur den Anstoß dafür gegeben hat. Wir können solch eine Altersregression auch im Wachzustand herbeiführen, indem wir z.B. an den leckeren Geruch unseres Lieblingsessens denken, das unsere Mutter früher für uns gekocht hat. Die meisten Menschen nehmen dann automatisch ein Bild oder Wahrnehmungen über andere Sinneskanäle war, die sie zusätzlich der damalige Situation näherbringen.

Hypnose darf nicht durchgeführt werden bei Vorliegen einer Psychose, einer Schizophrenie oder einer schweren Persönlichkeitsstörung wie der BorderlineStörung. Auch bei hirnorganischen Beeinträchtigungen und ausgeprägter Herzschwäche findet keine Behandlung statt. Schwerwiegende Operationen oder ungeklärte körperliche Diagnosen stellen auch Kontraindikationen dar. Deshalb muss vorher mit dem zuständigen Arzt besprochen werden, ob eine Hypnose durchgeführt werden darf

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